Mittwoch, 23. September 2009

Zu allererst: ich hab noch keine Wohnung gefunden. Wir waren bei einer Agentur, die uns ein Haus gezeigt hat, das wir nun auch zu viert und vielleicht fünft nehmen wollen. Einer der Angestellten wollte den Besitzer des Hauses anrufen um herauszubekommen, ob er einverstanden wäre mit uns vieren. Gleich heute Abend wollte er uns noch Bescheid geben. Bisher kam allerdings kein Anruf. Wir sind alle sehr enttäuscht und frustriert. Keine gute Stimmung hier. Eigentlich ging ich gestern davon aus, das Ganze würde klargehen weswegen ich auch heute Morgen ausgecheckt bin. Vor 3 Stunden hab ich mir gleich wieder ein Bett geholt im Hostel. Wir haben alle keine Lust mehr und wollen jetzt endlich mal richtig anfangen mit dem Leben hier. So also auch heute leider keine Neuigkeiten.
Gestern kam ich leider nicht dazu, Blog zu schreiben, da wir gleich nach Uni in eine Bar gingen um unser potenziell neues Heim zu begießen. Dort waren wir dann etwa zu zehnt und frönten dem Summer Fruit Cider und anderen flüssigen Köstlichkeiten. Auf unserem Zug durch einige Bars lernten wir eine Army-Rugbymannschaft kennen und dadurch auch die so verschriene englische Art. Sehr obszön, vulgär und trinkfest. Das war ganz schön für ein paar Stunden. Und spätestens als Bob (einer der schlimmsten) mich gefishhookt hat (ihr wollt nicht wissen was es ist), war mir klar, dass ich den Abend in einer anderen Bar fortsetzen sollte. Ein paar unserer Mädels waren jedoch begeistert von deren Vorschlag, uns in einen Club einzuladen. Glücklicherweise haben wir sie dann jedoch verloren.
Ich werde im Folgenden nicht alle Komplikationen aufzählen, die sich durch Kurswahl, Stundenplan und Vorlesungszeiten ergaben in den letzten Tagen. Ich bemerke hier nur, dass es unheimlich stressig ist. Im Allgemeinen gefällt es mir jedoch sehr gut an der Uni. Mir gefallen die Vorlesungszeiten, die Vorlesungslängen und der Campus insgesamt ist wirklich schön. Allein die Tatsache, dass ich mich auf einem Campus befinde ist schon wirklich toll. Dieses Etwas in Mannheim kann man ja nicht wirklich Campus nennen. Ich bin gerade etwas durch den Wind. Deswegen hab ich jetzt wahrscheinlich auch essentielles vergessen. Das kommt aber noch – versprochen. Jetzt werde ich mich erst mal in mein neues Bett verziehen und mich ausruhen. Andrej says hi!
Bis dahin, macht‘s gut!
Der Max

Dienstag, 22. September 2009

Der dritte Tag: interessant und ermüdend

Heute war ich das erste Mal in der Uni. Es gab zuerst einige Formalitäten zu erledigen. Ich meldete mich bei der Sekretärin, mit der ich schon einige Zeit in Kontakt stand und bekam viele, viele Informationen über die Universität, deren Aktivitäten sowie verschiedene LogIns für die unterschiedlichsten Services der ARU. Das beanspruchte ziemlich viel Zeit, allein weil ich eine Stunde in der Schlange für den neuen Studentenausweis stand. Zufällig traf ich dann auch Annabelle und eine Freundin. Mit denen tauschte ich dann verschiedene Erfahrungen der letzten Tage aus was die Wohnungssuche betrifft. Demnach scheint es nicht nur für mich extrem schwer zu sein etwas zu finden. Momentan bin ich jedoch im Zwiespalt zwischen zwei Möglichkeiten die beide sehr verlockend sind. Zum einen nimmt die Idee des eigenen Hauses immer mehr Gestalt an. Wir haben morgen schon eine Besichtigung in einem Haus, das wohl recht gemütlich scheint. Ich hab zu dem Zeitpunkt leider Vorlesung und die andren beiden werden mir Bericht erstatten. Zum anderen bekam ich heute eine Antwort von einem Menschen dessen Wohnung hier in der Millroad liegt (sehr nahe zum Zentrum) und alles beinhaltet wie Waschmaschine, Internet, Telefon…. Noch dazu waren Bilder angehängt die einem den Atem verschlagen. Unheimlich schön eingerichtet, sehr geräumig und wunderbar hell. Das Problem, dass ich momentan habe ist der Preis. 300 Pfund pro Monat. Es muss einen Haken geben an dieser Wohnung. Dieser Mensch könnte für diese Wohnung ohne Probleme das Doppelte verlangen und sie ginge weg wie warme Semmeln. Morgen Abend gibt es hier aber sicherlich eine Entscheidung zu lesen.
Meine erste Vorlesung heute war relativ unspektakulär. Es war lediglich eine Einführung in Accounting Management und dauerte nur eine Stunde. Insgesamt hab ich nur acht Stunden Vorlesung pro Woche von denen vier Tutorium sind. Leider weiß ich noch nicht alle Module, da ich heute einen Englischtest absolvieren musste um herauszufinden auf welchem Level der englischen Sprache ich mich befinde. Je nach dem wie dieser ausfallen wird, werde ich das letzte meiner gewählten Module dazubekommen oder eine Englischvorlesung um mein Englisch zu verbessern. Ich denke morgen werden die Ergebnisse da sein. Bis dahin kann ich noch nicht mehr sagen. Morgen wird ein entscheidungsreicher Tag und ich bin gespannt in welcher Stimmung ich dann vor dem Laptop sitzen werde.
Bis dahin grüßt euch,
Max

Montag, 21. September 2009

Der Zweite Tag

Heute war ein recht schöner Tag in Cambridge. Ich bin rechtzeitig zum Frühstück aufgewacht und verbrachte dann gleich ein paar Stunden damit, Wohnungen zu suchen. Das gestaltete sich nach wie vor sehr schwer. Es gibt jedoch mehrere Lichtblicke. Zum einen gab es nach Hilferufen in StudiVZ und Facebook meinerseits ein paar Antworten, die wiederum ihrerseits ihre Kontakte anfragen. Zum anderen besichtigte ich heute mit dem Slowenen eine Wohnung etwas entfernt von der Stadtmitte. Diese Wohnung hat allerdings gestunken. Und sie war noch dazu kaum möbliert. Sollten jedoch alle Stricke reißen, werde ich mich dort wohl nochmal melden. Es gibt da jedoch noch die Option, ein ganzes Haus zu mieten und es mit anderen Menschen zu teilen. Das wurde heute Abend mit ein paar Leuten hier aus dem Hostel besprochen und wir werden uns morgen mal bei einer Agency erkunden. Auch habe ich mich bei einer Host-Family-Homepage registriert und mal angefragt. Morgen wird voraussichtlich die Antwort dazu kommen. Aber neben meinen Eltern wird das hier wohl niemanden interessieren. Deswegen weiter im Text:

Neben meinen Bemühungen eine Wohnung zu finden, traf ich mich heute mit Annabelle, einer sehr lieben Kommilitonin die auch hier studieren wird. Wir besichtigten erst einmal unsere Universität. Danach waren wir auf einem Fest das im Park „Parkers Place“ stattfand und aßen dort etwas. Anschließend waren wir in der Stadt und kauften ein bisschen ein. Okay, sie kaufte ein und ich sah zu. Ich war noch recht gesättigt vom Bacon & Eggs Frühstück, dem Stück Pizza auf dem Fest und ich wusste nicht so recht was ich einkaufen sollte. Da ich meine Emails checken musste, sind wir nach dem Einkaufen in Richtung meines Hostels, da es dort ein wunderbares Café mit freiem Internetzugang gibt, das ich ja gestern schon genutzt habe. Wir haben uns so gegen halb sieben verabschiedet worauf ich zurück ins Hostel bin um ein paar BA-Sachen zu erledigen und weiter Wohnungen zu suchen. Währenddessen kam Andrej (der Slowene) und bat mir an, mit ihm zu kommen, die Wohnung zu besichtigen. Wie gesagt, die Wohnung stank zum Himmel und war nicht schön. Eigentlich keine wirkliche Option. Danach kauften wir uns etwas zu trinken und saßen den Rest des Abends draußen mit unseren Kumpanen Luis aus Spanien und Kent aus Taiwan. Die gleiche gesellige Runde wie gestern und es war wieder sehr lustig und unterhaltsam. Unter anderem weil Kent große Probleme hat uns zu verstehen und dadurch filmreife Missverständnisse entstanden.
Der Australier, welcher mich gestern gewarnt hatte, ich solle schon mal vorschlafen weil ich in der Nacht aufgrund seines Schnarchens nicht dazu kommen würde, ist weg. Und das ist gut so. Ich habe ja schon viele Menschen schnarchen hören. Das Schnarchen dieses Menschen war jedoch beispielslos. Ich war froh meine Ohrstöpsel gehabt zu haben. Trotzdem dachte ich, die durch sein Schnarchen verursachte Vibration zu spüren. .. Alle anderen Roommates erzählten mir, kein Auge zugemacht zu haben.
Ansonsten… mir geht’s gut, ich lebe noch und morgen ist der erste Tag an der Uni. We will see… dazu auf jeden Fall morgen mehr. Jetzt geht’s erstmal in Bett!
Grüßchen aus Cambridge!

Samstag, 19. September 2009

Erster Tag in Cambridge!

So, heute war also mein erster Tag in Cambridge. Nicht sehr ereignisreich aber dennoch gab es viele neue Eindrücke zu sammeln.

Um erst einmal klarzumachen um was es sich überhaupt dreht:
Im Rahmen meines Studiums bin ich jetzt für drei Monate in Cambridge auf der Anglia Ruskin University und absolviere dort ein Auslandssemester. Am Montag sind auch schon die ersten Vorlesungen.

Heute morgen ging es um vier daheim los damit ich meinen Flug um halb sieben bekam. Das lief alles recht problemlos trotz den zwei Kilo Übergewicht beim Gepäck und geschätzten zehn beim Handgepäck. In London Stansted dann bekam ich gleich einen Bus nach Cambridge und kam dort auch um halb zehn an. Nach einem langen, langen Spaziergang quer durch Cambridge bin ich – wie ich im Nachhinein erfahren habe – schon zweimal an meinem Hostel vorbeigelaufen und habe einen netten, alten Uniformierten Mann angesprochen, ob er nicht wüsste wo sich eben dieses Hostel befindet. Dieser Mann, der im Moment Bücher aus einem Einkaufswagen auf einem Stand der Salvation Army platzierte, schaute mich nett an, nahm mir mein schweres Gepäck ab, legte es in den Einkaufswagen und fuhr damit mit mir zum Hostel. Dort abgeliefert, stellte ich mein Gepäck erstmal in den Gepäckraum, da ich erst um 14 Uhr in das Zimmer durfte. So galt es also, versifft und tierisch müde dreieinhalb Stunden Zeit in Cambridge zu überbrücken. Also ging es ersteinmal in ein Café mit Wifi um dort endlich mal etwas zu essen. Gleich anschließend machte ich mich dann auf, die Innenstadt zu erkunden. Viele kleine urige Läden in denen die üblichen verdächtigen Ketten ihren Kram verkaufen. Alles in Allem aber ein sehr schöner Anblick und die Straßenmusiker hier sind wirklich richtig gut. Einer sang ein Duett mit seinem Hund (!!!) und zwei sehr begabte Studenten sangen mit ihren Gitarren neu interpretierte Poplieder. Dort verweilte ich eine Weile, bevor ich dann zurück ins Hostel lief mit einem kleinen Umweg über ein riesen Kinderfest mit Rutschen in allen Größen und Varianten. Ich muss gleich dazu sagen: Ich bin zergangen. Annabelle, eine Kommilitonin die hier schon seit einer Woche ist, sagte mir ich sollte mich warm anziehen, hier sei es eisig kalt. Aber im Gegenteil. Hier war es wärmer als es zur Zeit in Deutschland ist. Ich jedoch bin mit Shirt, Pulli und Lederjacke rumgelaufen.
Als ich dann um zwei auf das Zimmer durfte, war ich verwundert, da ich wohl der einzige in einem Sechserzimmer war. Das machte schon mal gute Laune. Unten im Garten durfte ich dann einen ebenso an der ARU angehenden Studenten aus Slowenien kennenlernen. Mit diesem habe ich mich dann auch aufgemacht, etwas zu Essen zu besorgen sowie einen Adapter für die Steckdosen.
Inzwischen habe ich auch schon etwas geschlafen, gegessen und zwei roommates habe ich jetzt doch auch noch bekommen. Der eine ist ein 50jähriger Australier, der ein Buch über seine bisher schon achte Monate andauernde Reise schreibt und den anderen sah ich bisher nur im Halbschlaf. Eben habe ich mir auch Ohrstöpsel zugelegt, da der Australier vorhin kam und sagt: „You better sleep very much because I snorch very loud.“ Da nicht der geringste Hauch von Spaß und Witz in seiner Stimme zu erkennen war, wurde ich etwas unruhig was mich letztendlich zu dieser Aktion veranlasste.
Im Moment sitze ich in der Lounge und trinke ein wohlschmeckendes Bier aus Deutschland. Werde auch gleich ins Bett gehen.
Rückblickend lief alles richtig gut und ich warte noch darauf, dass irgendetwas passiert, da ich noch etwas geschädigt bin durch meinen USA-Trip.
Am Montag gehen wie gesagt schon die Vorlesungen los. Das heißt, ich sollte auf jeden Fall im Laufe nächster Woche an ein gescheites Zimmer kommen. Allerdings dürfte sich das wohl schwerer gestalten als bisher angenommen. Etwa der Hälfte der jüngeren Menschen hier im Hostel geht es wie mir und Berichten zufolge sind die Preise hier wohl schwindelerregend hoch. Demnächst dazu genaueres.
Bis dahin, seid gegrüßt!
Max

Donnerstag, 23. Juli 2009

SummerSchool/Berlin

Momentan sind wir im Rahmen unseres Studiengangs auf Summerschool.
Das heisst, wir fahren nach Warschau an eine Privatuni und haben dort Vorlesungen, Seminararbeiten, Betriebsbesichtigungen und andere tolle Sachen die uns in unserem späteren Berufsleben als Topmanager unheimlich von Nutzen sein werden.

Auf dem Weg dorthin machten wir allerdings erstmal einen Umweg nach Berlin um dort die polnische Botschaft und das Ministerium für Wirtschaft und Technologie zu besuchen.

Momentan sitzen wir in unserem wirklich schönen Hostel im Innenhof und lassen es uns gutgehen nachdem wir nach diesem anstrengenden Tag (wir sind um 5 Uhr losgefahren) in eben den zuvor genannten Einrichtungen um 19 Uhr hier ankamen.
Sehr viel werden wir heute nicht mehr starten, da wir morgen um 7 zum Frühstück antreten Sollten um den Weg Richtung Warschau anzutreten mit einem kurzen Zwischenstop in einer polnischen Niederlassung von John Deere.

Alles in Allem ein guter Tag, interessant aber anstrengend.

Ich versuche natürlich, die folgenden Tage alles in Bildern festzuhalten und hier zu posten.

Montag, 20. Juli 2009

So, nun hab ich auch endlich einen Blog.

Das war auch schon überfällig.
Bin selbst gespannt, wie intensiv ich ihn nutzen werde.
Zumindest werd ich immer mal wieder updaten in welchem
Land ich mich gerade aufhalte :-)
Über Kommentare freue ich mich dann natürlich auch.

Bis dahin grüßt Euch,

Max